Große Bühne für Protest gegen Aufrüstung und Wehrpflicht

Mehr als 20.000 Teilnehmende bei Unzwingbar-Kundgebung vor dem Brandenburger-Tor mit K.I.Z, Disarstar und Martin Sonneborn

Die Konzertkundgebung „Unzwingbar – Kein Bock auf Krieg und Wehrpflicht“ am 2. Oktober 2026 in Berlin hat ein starkes Zeichen für Zusammenhalt, gegen Aufrüstung und gegen die Wehrpflicht gesetzt. Mehr als 20.000 zumeist junge Menschen haben vor dem Brandenburger Tor in den Abend hinein zu Musik von K.I.Z, Disarstar, Dritte Wahl, Goldie 333 und Mieze getanzt und pro­tes­tiert. Bis nach 21 Uhr wurde der Platz vor dem Brandenburger Tor immer noch voller.

Viele Teilnehmende trugen Schilder, auf denen sie unter anderem eine Stärkung von Bildung, Gesundheit und Sozialstaat statt blinder Aufrüstung for­der­ten. Die Redebeiträge, die die Militarisierung in vielen Bereichen der Gesellschaft kri­ti­sier­ten, eine lebens­werte Zukunft für junge Menschen ein­for­der­ten und ein­dring­li­che Zeugnisse von Verweigerung des Militärdienstes ableg­ten, wurden mit Begeisterung auf­ge­nom­men.

„Der breite Protest unter dem Motto ‚Unzwingbar‘ zeigt: Die jungen Menschen in diesem Land wollen keine Generation Wehrpflicht sein. Sie wollen nicht zum Töten aus­ge­bil­det werden“, sagt Annegret Krüger vom Netzwerk Friedenskooperative. „Hinter unserer Kundgebung steht ein breites Bündnis von Gruppen und Organisationen – von Friedensgruppen über Organisationen aus den Bereichen Seenotrettung, Klima und Gewerkschaften bis hin zu Jugendorganisationen und Schulstreikgruppen. Uns eint das Ziel, uns deut­lich sicht­bar gegen die Politik der Militarisierung zu stellen!“

Die Musiker*innen machten auf der Bühne starke Statements gegen Krieg und Wehrpflicht – dar­un­ter Disarstar („Meine Söhne geb‘ ich nicht“) und K.I.Z („Frieden“). Besonders sym­bol­träch­tig waren die Auftritte der Rostocker Band Dritte Wahl, die schon zu DDR-Zeiten ein Lied gegen die NVA geschrie­ben hatte, und des rus­si­schen DJs I’m DMA, der gemein­sam mit der deut­schen Band „Guterzogene Assis“ per­formte, um zu zeigen, dass sie „lieber gemein­sam Musik machen wollen, als auf­ein­an­der zu schie­ßen“.

„Das war die deutsch­land­weit erste Konzertkundgebung gegen die Wehrpflicht – und ein spek­ta­ku­lä­rer Brückenschlag: Junge Menschen und eta­blierte Gruppen aus ver­schie­de­nen Spektren haben sich zusam­men­ge­schlos­sen, um gemein­sam drän­gende frie­dens- und gesell­schafts­po­li­ti­sche Forderungen auf die Straße zu tragen. Gleichzeitig sind wir dankbar dafür, dass die Musiker*innen unsere Idee auf so groß­ar­tige Weise und ohne Honorar unter­stützt haben. Ich denke, wir konnten heute zeigen, dass wich­ti­ges poli­ti­sches Engagement auch Spaß machen kann“, sagt Annegret Krüger.

Redebeiträge unter: https://www.unzwingbar.de/#programm

 

Pressemitteilung vom 2. Oktober 2026.